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Aus der @StadtWandler Infopost:

Hafermilch, ein Luxusprodukt?

Deutschlandweit protestieren Cafés am 07.07. Warum? Auf Kuhmilch fallen 7% MwSt. an, während Hafermilch mit 19% besteuert wird. Weil das Auswirkungen auf Klima und Tierwohl hat, und es dabei "um die Wurst geht". haben sich Cafés zusammengeschlossen. Sie verkaufen am 07.07. ihren Hafer-Cappuccino mit 7% Mehrwertsteuer und zeigen sich danach selbst an. In bisher dabei: Bächle und 5 senses. >> siebenprozent.org/widget-widge

@imke @StadtWandler Die erhöhte MWSt. gilt übrigens nicht nur für Hafermilch, sondern für alle Pflanzenmilchsorten von Soja bis Mandel. Witzig: Nicht jedoch für andere darauf basierende Produkte, insbesondere Joghurts. Also Hafermilch ist Luxus, während Haferjoghurt keiner ist?

Die Kuhmilchlobby hat's halt auch nicht so mit der Logik, ne.

@Sounds_of_heaven @imke @StadtWandler @galadhremmen 🤯 – hab ich echt noch nicht mitbekommen, weil ich keine Algenprodukte kaufe (hab ich bisher bewußt noch nirgends gesehen).

@atarifrosch @imke @StadtWandler @galadhremmen

Ich hatte mal einen Bioladen.
Das war eines der "lustigen Dinge", die du als überzeugte Nachhaltige und Faire in einer Welt des Kapitalismus lernst. Dominiert vom Geld itself.

Krass, Wiso Gibt es nicht Gleich Noch Eine Preiserhöhung fürs Stromsparen 😂
Aber mal Im Ernst Wiso ist das so?

@thalon @imke @StadtWandler , steht in Deinem Text ziemlich weit oben: "Mehrwertsteuersatz für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (unter Ausnahme der Abgabe von Getränken) " ... ich interpretiere "Cafe" mit "Getränke". Vielleicht.

@thalon

Schon, aber die Gastwirte müssen Pflanzemlich mit 19% MwSt einkaufen. Diese müssen die Gastwirte in ihre Preise, welche die Gäste zahlen müssen, einpreisen.
Allerdings macht das bei einer kaufmännischen Kalkulation kaum einen Unterschied für den Gast, denn der Lohn für die Bedienung und die Pacht macht meist deutlich mehr am Endpreis aus.
@imke @StadtWandler

@ae_odner eben. Und daran, dass sie die 19 % Vorsteuer im Einkauf bezahlen müssen, können sie durch die Aktion eh nicht ändern. Und dann ist es ja auch so, dass Gastwirte üblicherweise vorsteuererstattungsfähig sind, dass heißt Mehrwertsteuer ergibt sich aus der Differenz zwischen Vorsteuer und Umsatzsteuer und diese Differenz ist hier durch die Corona-Regelung potenziell sogar negativ. Zumindest unter der Voraussetzung, dass die Hafermilch ohne Aufschlag verkauft wird.

@imke @StadtWandler

@thalon

Korrekt. Aber die Aktion macht die Diskrepanz auch für Verbraucher, die es deutlich mehr betrifft, klarer. Daher finde ich es dennoch eien gute Aktion.

@imke @StadtWandler

@ae_odner jaja, das finde ich auch. Wobei ich denke, da sollten eigentlich wir Verbraucher mehr protestieren. Und ich hab technisch noch nicht verstanden, wie der Protest funktioniert. Sie nehmen 7% und dürfen 7 % nehmen (momentan). Wo ist dann die Straftat für die Selbstanzeige?

@imke @StadtWandler

@imke @StadtWandler
Super Aktion.
Wäre wirklich mal an der Zeit, auch bei der Besteuerung aktuelle Erkenntnisse bei Ernährung umzusetzen und auch ein paar da generell bestehende Absurditäten in die Tonne zu kloppen.

@imke Danke fürs Teilen! <3 Freut uns, dass das auf Resonanz trifft. Vielleicht erfährt so auch noch das ein oder andere Freiburger Café davon und schließt sich an. Und wenn ihr weitere Infos zu solchen und ähnlichen Aktionen direkt in eure INBOX kriegen wollt -> stadtwandler.org/de/aktionspos

@imke @StadtWandler Die Mehrwertsteuerregeln sind nicht komplett logisch. Für Süßkartoffeln gilt z.B. auch der volle Satz. Das müsste aufgeräumt werden.
@imke @StadtWandler Wait, what? Ich dachte, bei allen Nahrungsmitteln gilt 7%?
@pankraz @imke @StadtWandler Nee, es ist kompliziert. Ich finde jetzt die Tabelle nicht. Aber in der Vergangenheit war es auch so, dass es Getränke gab, die mit 7% versteuert wurden, während andere 19% hatten. Und soweit ich es in Erinnerung habe, gab es sogar Unterschiede beim selben Produkt - je nachdem, wofür es eingesetzt wurde (soweit ich mich erinnere, betraf das Kräuter für medizinische Zwecke im Vergleich zu Kräutern für Ernährungszwecke).

Dass Essen zum Mitnehmen mit 7% besteuert wird, während das Essen vor Ort 19% kostet, ist ja wiederum allgemein bekannt, oder?
Die Frage ist, ob die Regeln überhaupt noch beherrschbar sind. Fast jede Woche findet jemand berechtigt heraus, dass die Regeln nichtkompliziert genug und daher ungerecht sind. Man schaue sich www.gesetze-im-internet.de/ust… an, das ist eine unterträglich lange Liste, z.T. wegen Dingen wie Salat nur von der Art Lactuca sativa, weiter unten aber sonstiges Gemüse. Oder Maulesel - so wichtig.
. Aber jede Zusammenfassung oder Vereinfachung (z.B. Ersetzen von Salat+Cichoria durch Korbblütler-Gemüse) würde irgendjemanden hart treffen und gäbe jahrelanges Geschrei, also bleibt es so kaputt, bis die Gesellschaft das ausdiskutiert hat und unten ein paar Dinge an die Liste angehängt werden (zuletzt Monatshygiene).
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