Irgendwie finde ich die Idee der #Ticketpaten für das #9EuroTicket bemerkenswert. Prinzipiell ist das eine gute Sache, zeigt Solidarität und ist unterstützungswert. Aber die Dynamik ist doch spannend. Vorher war Teilhabe an Mobilität viel teurer. Warum gibt es also solche Patenschaften erst gerade jetzt, wo es günstiger ist? Ich meine die Frage übrigens überhaupt nicht despektierlich sondern durchaus ernst und finde das Phänomen soziologisch und psychologisch interessant.

@thalon spannende Beobachtung. Ich denke, es liegt am konkreten Ereignis. Bei konkreten Veranstaltungen und Reisen in der Jugendarbeit zum Beispiel waren wir oft mit Soli-AKtionen für Interessierte, die den Teilnahmebeitrag nicht aufbringen konnten, dabei, weil es eben nen konkreten Anlass gab. Jetzt gibt es einen Anlass, allgemein Menschen zu Mobilität zu verhelfen. SPannend, dass man das ohne Anlass nicht tut...

@jakob_thoboell ja das kann sein. Würde aber leider auch bedeuten, dass es zum temporär gehypten Strohfeuer wird. Das fände ich schade. Gibt es Möglichkeiten, Solidarität zu verstetigen?

@thalon Statt nach "verstetigen" würde ich die Frage nach "hochskalieren" stellen: VIeles funktioniert ja im kleinen, in konkreten Netzwerken, wo man weiß, wer Hilfe benötigt, ganz gut. Da stellt sich für mich eher die Frage, wie kriegt man in einer Gesamtgesellschaft die Interaktionsweise etabliert, die in verschiedenen kleineren Bubbles - und dort auch gegenüber außenstehenden - oft schon lange praktiziert wird.

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@jakob_thoboell @thalon Das sehe ich exakt so.
Ich helfe sehr gerne, habe aber kaum Kontakt zu Menschen, weswegen ich das extrem selten mache (kann).

Hier ist ein (amerikanisches) Video, das halb passt: Es gibt für jeden Wunsch einen Wunscherfüller, man muss den/die nur finden.

youtube.com/watch?v=H2rG4Dg6xy

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@jakob_thoboell @thalon Aber um halb auf die Ursprungsfrage zu antworten:
Das hat mich auch etwas gewundert. Der "Sinn" am 9-Euro-Ticket ist ja, dass es so billig ist, dass es sich jeder leisten können sollte/müsste/würde.
Bei 9€ dürfte auch vor allem der psychologische (und logistische) Aufwand für so eine Schenkung den Nutzen übersteigen.

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