ich guck mir die Bundestags-Debatte an und naja, das übliche. Aber!
Was mir als erstes auffällt ist die ständige Formel "liebe Kolleginnen und Kollegen". Ich bin das einfach nicht mehr hörgewohnt.
Gerade die "Konservativen" haben die geradezu auf verbaler Kurzwahl, wie damals Honecker sein "dt'sche dem'krt'sche Rep'blck".
Ob denen klar ist, dass sie damit "gendern"?
Ich würde ja gerne einzeln fragen, warum sie das so formelhaft sagen und dann(!), warum sie nicht wirklich inklusiv sprechen, ob mit Sternchen oder anders, sondern offenbar absichtlich(!) ausgerechnet und absichtlich nichtbinäre Menschen sprachlich ausgrenzen.
Denn mit der Doppelnennung können sie sich nicht mal auf das "generische Maskulin" herausreden.
@jaddy ich wundere mich auch schon seit Jahren(!) warum in keiner der vielen Talkshows, in denen "das Gendern" von CDU/CSU Leuten thematisiert wird, mal eine einzige Person nachfragt, warum sie eigentlich so sehr gegen etwas schimpfen was sie selbst dauernd binär praktizieren.
@stevE @jaddy Ich frage mich, weshalb die nicht mich in ihre Talgschauen einladen, damit ich den Menschys die binär #gendern und denen die vehement binär nicht gendern, einmal etwas mit dem #entgendern vertraut machen kann, die Lösung, welche neutral verständlich, verständlich neutral ist und die bisherige generische Form des Sexus ersetzen kann.
In den allermeisten Fällen spielt das biologische Geschlecht keine Rolle, beziehungsweise sollte keine Rolle spielen, daher ist es m. E. wünschenswert in diesem Fall nicht zu sexualisieren bzw. eine Schublade zu bedienen, sondern eine neutrale Form zu bedienen. Das wäre die generische bzw. allgemein verständlich die entgenderte.
@noma @jaddy ja, ich wäre auch bereit, vor allem auch um ihnen zu verdeutlichen wieviel einfacher die Sprache und Erzählung dadurch wird. Endlich muss ich nicht mehr darauf achten welches Geschlecht das Bäckereiverkäufy, das Hautarzty oder das Polizisty hat. Es ist für die Erzählung völlig irrelevant und so kann ich es einfach unbeachtet lassen. Natürlich ist jede Umstellung erstmal gewöhnungsbedürftig, aber dann ist es so erleichternd...