„Wenn Männer vom Mars sind und Frauen von der Venus, sind wir von überall aus dem ganzen weiten Universum“
@jaddy
Irgendwie scheint es vielen Menschys entgangen zu sein, dass es viel mehr und entscheidendere Dinge gibt, welche eine Person, ein Individuum ausmachen, als Geschlechtsorgane. Ebenfalls ist es inzwischen Allgemeinwissen, dass es keine klaren, sondern fließende Grenzen zwischen den Geschlechtern gibt. Also dieses bipolare Schubladendenken, egal wer darin andere versenken will, funktioniert nicht.
@noma ich hab schon Schwierigkeiten mit dem "zwischen den Geschlechtern".
Bei "zwischen" denken viele an eine Art Schieberegler bei dem "weiblich" in dem Maße abnimmt in dem "männlich" zu nimmt. Eher so eine Art mehr von dies /oder/ das. Gerade sogenannte "intergeschlechtliche" können aber zu einem hohen Grad beides sein. Daher bräuchte es meines Erachtens dann eher quasi zwei getrennte Schieberegler. Wie z.B. hier:
https://www.digidaktik.de/research/gender/Abfrage-Des-Geschlechts-Gender.html
Kennst du das Gender Unicorn?
transstudent.org/gender/
Die Regler für G.Identität und Ausdruck können beliebige Stellungen annehmen, also auch (0,0,0).
Die körperlichen Ausprägungen (aktuell sichtbare "G.Merkmale") wurden absichtlich weggelassen.
Es fehlt ein bisschen die Relation zum aussen. Wie wir gesehen werden und was das mit uns macht.
Ravna hat das im Artikel in Vielfalt so dargestellt:
Ravna schreibt:
„Für viele Menschen geht es beim Thema Geschlecht zu großen Teilen um Zugehörigkeit. Fühlen wir uns gut aufgehoben in einer Gruppe von Frauen / nicht binären Personen / Männern? Wenn wir mit Frau, Herr oder ohne Anrede angesprochen werden, passt das?
Geschlechtsidentität ist, über sich selbst mit Klarheit sagen zu können: »Ich bin weiblich/männlich/nichts davon/beides davon/etwas anderes/alles ein bisschen.« Es geht auch um die Person, die wir sind, wenn niemand zusieht, wenn keine*r darauf guckt, wie wir uns verhalten, welche sozialen Funktionen wir erfüllen, welche rechtliche Rolle wir als Elternteil oder eine*r von zwei Eheleuten haben — und das Geschlecht, welches wir dann noch haben.“
Wie schwierig allein das Thema gender identity zu fassen ist für Menschen, die nicht cis-binär sind, zeigt die 3D Gender Diagram History 2011-2020 (→Google Doc). Da würde ich mich aber nicht allzu tief mit auseinandersetzen.